Wer sind die Bremser und Neinsager in Wien?
- Thursday, 27. March 2008 @ 09:59
Stenzel und Grüne auf KPÖ-Kurs?Kommt nach dem Aufgreifen der KPÖ-Forderung nach dem Null-Tarif für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien durch Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel und der Fraktion der Grünen der Inneren Stadt Bewegung in die Wiener Verkehrspolitik? Wie es scheint, „lässt sich die Wiener SPÖ wieder einmal von der „Neinsager-Partei“ ÖVP in Wien links überholen“, so Johann Höllisch Verkehrssprecher der KPÖ-Wien.

In Graz gibt es schon eine, in Wien soll sie Ende März auf Betreiben von Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) mit Zustimmung aller im Gemeinderat vertretenen Parteien beschlossen werden: eine Bettlerverordnung. Der Wiener SPÖ geht es dabei vor allem um bettelnde Roma, die aus Rumänien und Bulgarien stammend mit Kindern bei U-Bahnstationen und anderen stark frequentierten Plätzen sitzen oder knien.
Die Wiener SPÖ hat sich letzte Woche zur Klausurtagung nach Rust zurückgezogen. Unvoreingenommene Beobachter haben wohl nicht mehr erwartet, als die mediengerechte Inszenierung angeblich großartiger Erfolge. So ist es dann auch gekommen. Bügermeister Häupl hat sich als Märchenonkel betätigt, der bemüht ist, den Menschen "Sand in die Augen zu streuen".
Die Tariferhöhung bis zu 13,3 Prozent bei den Wiener Linien, die Mitte 2007 erfolgte, wurde seitens der KPÖ als skandalös bezeichnet. Die SPÖ verteidigte die aus ihrer Sicht notwendige „Tarifanpassung“ u.a. mit dem Argument, dass Intervalle verdichtet wurden. Jetzt sollen sie, wie kürzlich bekannt wurde, an den Abenden und Wochenenden verlängert werden.
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister seit 1994, ist laut SPÖ-Pressedienst "irritiert", dass es "so viele Arme im reichen Österreich gibt."
Vor wenigen Wochen hat die Weltbank ein Regionalbüro für Osteuropa und Zentralasien in Wien Leopoldstadt eröffnet, da Wien, so der Weltbank-Vizepräsident, Shigeo Katsu, Drehscheibe zwischen Ost und West sei. Vizebürgermeisterin Renate Brauner begrüßte die Standortwahl bei der Eröffnung mit einer Mischung aus Diplomatie und ideologischer Bankrotterklärung.
Schlimm genug, wenn Kontrolleure der Wiener Linien den Ausgang einer U-Bahn-Station verstellen. Schlimmer noch, wenn es falsche „Schwarzkappler“ in betrügerischer Absicht tun und Fahrgäste, die keinen Fahrschein haben, ausnehmen. So geschehen vor wenigen Tagen auf der Linie der U1. Diese fiese Abzocke konnte aber nur begannen werden, weil eine langjährige Forderung der KPÖ-Wien noch nicht umgesetzt wurde: der Nulltarif auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln.
Gebührenerhöhung, ein Wort, das in den letzten Monaten häufig zu lesen war. Seit 1. Jänner 2008 kann es auch in den städtischen Büchereien Wiens, die ihre Gebühren anhoben, nachgelesen werden. Schade, dass man selbst in den Büchereien nur zu lesen bekommt, dass die Gebühren „angepasst“ werden mussten.
Nachfolgend dokumentieren wir die "Neujahresrede" von Wolf Goetz Jurjans, Bezirksrat in spe der KPÖ-Margareten.
Die Wiener SPÖ ist eine Partei, die für soziale Gerechtigkeit eintritt - laut Eigenbeschreibung. "Die Stadt Wien erhöht die Sozialhilfe-Richtsätze zum 1. Jänner 2008 um durchschnittlich 2,9 Prozent.
Werbe-, Marketing- und PR-Profis in Diensten der SPÖ-Wien sorgen seit vielen Jahren dafür, dass Bürgermeister Häupl trotz miserabler politischer Bilanz bei Wahlen nicht viel fürchten muss. Voll auf dieser Linie auch eine Meldung, die sich heute in diversen Tageszeitungen (u.a. am Titelblatt der Kronen-Zeitung) findet: "Rekord bei Häupls Versteigerung für Licht ins Dunkel".
Am 13. November fand die 147. Vollversammlung der Wiener Arbeiterkammer statt. Die AK-Rätin des GLB, Beatrix Todter, stellte in der Sitzung mehrere Anträge zu aktuellen Themen - u.a. einen Antrag mit dem Titel "Keine Sonntagsöffnung im Handel während der Fußball-EM 2008". Der Antrag wurde jedoch u.a. von der FSG-Mehrheit abgelehnt.
Man möchte annehmen, dass niemand eine Machbarkeitsstudie für ein Projekt in Auftrag geben würde, von dem man schon im Vorhinein weiß, es nicht realisieren zu wollen. Die SPÖ funktioniert allerdings anderes. Sie beschließt im Planungs- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats gemeinsam mit den Grünen 325.000 € für eine Studie zur Verfügung zu stellen, die ausloten soll, wie der Radhighway im Wiental bis ins Stadtzentrum realisiert werden kann, während Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker zeitgleich erklärt, dass der Radweg in Schönbrunn Endstation haben wird.
„Die Bezirke werden ausgehungert“ - so der einhellige Tenor der Kritik am SPÖ-Budgetvoranschlag 2008 für Wien. Die Zahlen sprechen jedenfalls eine eindrucksvolle Sprache. Das Budget der Stadt Wien beträgt rund 10,5 Milliarden Euro, in die 23 Bezirke fließen aber gerade einmal 153 Millionen Euro. 








