Der große Katzenjammer nach der Wahl
- Saturday, 12. October 2013 @ 08:58
Sie haben eine Phantom-Partei gewählt und sind jetzt enttäuscht? Nein, nicht die KPÖ meine ich. Aber wir, die KPÖ, entschuldigen uns hiermit in aller Form für unser geringes Wahlbudget!
Ja, leider ist es traurige Wirklichkeit: Kein reicher Onkel, kein Tante konnte sich aufraffen, schnell ein paar Milliönchen in den Wahlkampf der KPÖ zu investieren… Wär ja auch bescheuert von BesitzerInnen gewaltiger und gewaltigster Vermögen, die einzige Partei zu unterstützen, die seit Jahrzehnten die Umverteilung eben dieser Vermögen nach unten fordert, das verstehen wir schon.
Was wir nicht verstehen können ist, dass Wahlerfolge de facto zum käuflich erwerbbaren Gut geworden sind. Nicht erst seit heuer, obwohl es gerade im laufenden Jahr bei diversen Landtagswahlen und auch bei der Nationalratswahl eindrucksvoll vorgeführt worden ist. Nein, schon seit langem macht sich der Eindruck breit, dass ein klarer Zusammenhang bestehen muss zwischen den vor Wahlen eingesetzten Finanzmitteln und den schließlich erhaltenen Stimmen… was ja durchaus logisch ist: Je mehr Stimmen, desto mehr Mandate – und damit verbunden mehr Parteienförderung… und volle „Kriegskassen“ für den nächsten Wahlkampf.

Viel positives Feedback gab es bei der gestrigen wienweiten Verteilaktion, die natürlich ganz im Zeichen der NR-Wahl stand. In mehreren Bezirken postierten sich AktivistInnen der KPÖ wieder einmal bei U-Bahn-Stationen, um aktuelle KPÖ-Informationen an Interessierte weiter zu geben.
Die Radlobby Österreich stellt auf der Internet-Plattform 

Bei der gestrigen Straßen- und Verteilaktion in "Wien-Mitte", bei welcher AktivistInnen der KPÖ-Wien auch vom ORF-Wien begleitet wurden, zeigte sich eindrucksvoll wie lebensnah KPÖ-Analysen sind.
Die Zahl der Arbeitslosen erreicht Monat für Monat neue Höchstwerte. Im August stieg die Arbeitslosigkeit in Österreich auf 323.111 Personen - ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr. Rund 260.000 Menschen sind unmittelbar arbeitslos, weitere 60.000 sind in Schulungen "versteckt". Offene Stellen gab es Ende August gerade mal rund 28.000.
Tausende, zehntausende Menschen pilgerten auch dieses Jahr wieder am Samstag und am Sonntag auf die Jesuitenwiese in den Prater, um das VolksstimmeFest live zu erleben. Und es ist davon auszugehen, dass - aufgrund des breiten musikalischen Angebots, der vielfältigen Diskussionen, des Sportprogramms und der Möglichkeiten im Kinder-Dorf - kaum jemand enttäuscht wurde.









