Nein zur Privatisierung von Wohnungseigentum durch die Stadt Wien
- Wednesday, 22. December 2021 @ 14:16
Die Stadt Wien öffnet mit der Privatisierung der Immobilienspekulation weiter die Türen und verdient daran mit. Investoren haben das Interesse, mehr Geld aus den Wohnungen herauszuholen, und teure Mieten zu verlangen. Die SPÖ-Stadtregierung hat den Auftrag für leistbares Wohnen in Wien zu sorgen. Das geht mit einer Privatisierung der ARWAG nicht zusammen.

Wir haben schon im Frühjahr darauf hingewiesen, dass tausende Menschen in Wien ihre Wohnung verlieren und auf der Straße landen werden, sofern die Politik nicht interveniert.
Die Pandemie hat die Krise am Wohnungsmarkt verschärft. Expert:innen warnen vor einer „Delogierungswelle“ im Herbst 2021: rund 17.000 Mieter:innen droht laut Arbeiterkammer eine Zwangsräumung. Das Einkommen vieler Menschen ist zusammengeschrumpft, weil sie in Kurzarbeit sind oder ihren Job verloren haben und viele können ihre Miete schlicht nicht mehr zahlen. LINKS fordert, diesen Menschen die Miete zu erlassen: denn eine Stadt, die Delogierungen duldet, verstößt gegen das Menschenrecht auf Wohnen! Zwangsräumungen sind mit Gewalt durchgesetzte Wohnungsnot.
Schon vor ein paar Tagen waren Peter, Ali, Deniz und die Bezirksräte Fritz aus Ottakring und Didi aus Rudolfsheim-Fünfhaus auf der Johnstraße, um über horrende Mietpreise, eine bevorstehende Delogierungswelle und KPÖ-Vorschläge, die leistbares Wohnen ermöglichen würden, zu informieren.
JETZT UNSERE PETITION UNTERSCHREIBEN
Wachstum - so ÖVP-Stadträtin Isabelle Jungnickel heute - erreiche man nicht über Gebührenerhöhungen, "deshalb müsse die Abschaffung des Valorisierungsgesetzes (durch die Stadt Wien) und damit die Umsetzung einer Gebührenbremse (bei Wasser, Abwasserentsorung und Müll) ein erster Schritt sein."
Gestern waren AktivistInnen der KPÖ-Wien am Schöpfwerk, um gegen Delogierungen aktiv zu werden. Es wurden Unterschriften für die Petition der KPÖ Wien gesammelt, damit Mieter:innen nicht mit ihren Nachzahlungen alleine bleiben.
Noch spielt das Wetter nur begrenzt mit, aber die Parteigruppe WienWest war gestern auf der Straße, um über die aktuelle Kampagne der KPÖ-Wien zu informieren.
Die GESIBA - die sich fast zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Wien befindet - hat offenbar aktuell 160 Millionen Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung.








