Rede von Raoul Narodoslavsky bei der Gedenk-Demonstration zum Februar 1934 in der Brigittenau
- Monday, 14. February 2011 @ 11:39
Wenn mich heute wer fragt, woher nimmst du dir das Recht,
anlässlich des 12. Februar 1934 auf die Strasse zu gehen, du hast doch diese Zeit nicht erlebt, was willst du dann dazu reden?
Denen will ich sagen, wer wenn nicht meinesgleichen, hätte denn
dann das Recht dazu?Ja, es war mein Vater, der in Gösting bei Graz mit seinen Genossen / Kameraden im Schutzbund den vorhandenen Anweisungen folgte und die alle dabei jämmerlich verraten wurden.
Ja, ich bin der Sohn eines „Staats-Verbrechers“ und sein Verbrechen war, wie er sagte "ich bin für einen Betriebsrat und Mitbestimmung, für ein Parlament das den Namen verdient eingetreten.. und weil es notwendig war, habe ich die Reste mit der Waffe in der Hand verteidigt..... danach war ich ein Räuber und Hund....verurteilt von ehemals kaiserlichen Knechten..."
Ja, ich bin der Sohn einer Frau, die 1941 mit 18 Jahren einer kommunistischen Gruppe beigetreten ist, Geld für die Rote Hilfe sammelte, widerständig bliebt und sich nach 1955 dafür nicht schämte.
Ja, die Eltern meines Vaters wären heute Gastarbeiter aus Slowenien bzw. Jugoslawien oder Ungarn.

Am 28. Jänner versammelten sich deutschnationale Burschenschafter, freiheitliche Politiker und die Créme de la Créme des internationalen Rechtsextremismus zu ihrem alljährlichen Traditionsball. Dieses weltweit einzigartige Schaulaufen von Holocaust-Leugnern, Antisemiten und Geschichtsfälschern fand zum wiederholten Mal in den prunkvollen Räumen der Hofburg statt.
Maßnahmen von Exekutive und Justiz gegen die neonazistischen Umtriebe im Internet fordert der Landessprecher der KPÖ-Wien, Didi Zach: „Es kann doch nicht sein, dass Neo-Nazis unbehelligt ihre braune Propaganda via Internet verbreiten können. Websites wie die `alpen-donau.info´ gehören abgedreht, die Hintermänner ausgeforscht.“
So wie jedes Jahr fand auch am 1. November 2010 eine vom KZ-Verband organisierte antifaschistische Gedenkfeier am Zentralfriedhof statt.
Was Anfangs wie ein schlechter Scherz klingt ist die erstaunliche
Wahrheit. Die Rechtspopulisten rund um Strache und Vilimsky schmieden
nicht nur neue internationale Allianzen mit Parteien wie den
"Schwedendemokraten" oder dem "Vlaams Belang" sondern leisten nun auch
eine ganz besondere Art von "Entwicklungshilfe" - Die FPÖ eröffnet ein
Büro in Deutschland. 








