Keine Reaktion ist auch eine Reaktion
- Monday, 22. March 2010 @ 11:46
Keine Reaktion gibt es bisher aus dem Rathaus zur Forderung der KPÖ-Wien, die "bedarfsorientierte Mindestsicherung" 14x jährlich auszuzahlen. KPÖ-Landessprecher Zach: "Keine Reaktion ist auch eine Reaktion. Aber bekanntlich mahlen die Mühlen der Stadt langsam und wahrscheinlich ist zu Bürgermeister Häupl noch nicht durchgedrungen welch politische Brisanz in der KPÖ-Initiative steckt."Susanne Empacher, Bezirksrätin der KPÖ auf der Landstraße: "Die jahrelang verschobene Mindestsicherung, bei welcher Einkommen, Vermögen und Unterhalt gegengerechnet werden, ist meiner Meinung nach nicht wirklich ein großer Fortschritt. Eine 14x-ige Auszahlung der Mindestsicherung durch die Länder, die ja ohnehin nur einen Teil der Kosten zu übernehmen haben, ist laut Sozialministerium aber möglich. Und rund 1.500 Euro mehr im Jahr wären für viele, die auf die Mindestsicherung angewiesen sind, ein imposanter Betrag. Wir werden die SPÖ und Häupl daher weiter mit unserer Forderung nach 14x-iger Auszahlung der Mindestsicherung konfrontieren."

Utl.: Bürgermeister Häupl soll Stellung beziehen
"`Mein Auftrag an die Wien Energie ist und bleibt: Sinkende Einstandspreise sind ohne Wenn und Aber an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben´, betonte Vizebürgermeisterin Renate Brauner." - so steht es auf Seite 3 der Zeitschrift "24 Stunden für Wien" (Nummer 203, Dez. 09/Jänner 10).
Utl.: Wahlkampf-Grundlinien wurden einstimmig beschlossen
1.749 zusätzliche Stimmen brachte die Auszählung der Wahlkarten für die KPÖ - womit die KPÖ insgesamt 18.974 Stimmen (gegenüber 19.530 Stimmen im Jahr 2004) erhalten hat.
Enttäuschendes Abschneiden der KPÖ - doch an unserem Engagement für eine solidarische Gesellschaft ändert sich nichts!
"Wir haben bestimmt schon glanzvollere Ergebnisse eingefahren", so Günther Hopfgartner, Spitzenkandidat der KPÖ, zum Ergebnis der Europaparlamentswahl. "Andererseits ist ein kleiner Verlust oder ein kleiner Zugewinn an Stimmen nach Auszählung aller Wahlkarten auch kein Grund, den Kopf hängen zu lassen" - vielmehr lese er aus dem Gesamtergebnis der Wahlen wie auch aus dem Abschneiden der KPÖ und der Europäischen Linken einen Arbeitsauftrag heraus: Gerade angesichts der aktuellen Krise sei es "dringend nötig, dass die Linke eine überzeugende gesellschaftspolitische Alternative zum neoliberalen Mainstream entwickelt", um derart den rechtspopulistischen Rattenfängern von ÖVP bis FPÖ/BZÖ das Wasser abzugraben.
"Angesichts der fast vollständigen medialen Ausgrenzung der KPÖ, wobei sich insbesondere der ORF wieder einmal hervorgetan hat, und angesichts eines lächerlichen Wahlbudgets von 10.000 Euro überrascht mich das Ergebnis meiner Partei nicht wirklich", so der Wiener Landessprecher der KPÖ, Didi Zach, in einer ersten Reaktion.









