KPÖ kämpft um EU-Wahl Kandidatur
- Thursday, 9. April 2009 @ 12:34
Insgesamt 2.600 amtlich beglaubigte Unterschriften benötigt die KPÖ, um bei der EU-Wahl am Stimmzettel zu stehen. KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner bezeichnet die Lage zur Zeit "als schwierig". Vor allem in Wien, so Messner, "liegt das Ergebnis der schon eingelangten Unterstützungserklärungen aufgrund neuer Hürden weit hinter den eigenen Erwartungen."Messner appelliert an alle KPÖ-Mitglieder, aber auch an alle Freunde und Freundinnen der KPÖ sowie an alle DemokratInnen, denen die strukturelle Benachteiligung von Nichtparlamentsparteien nicht egal ist, rasch eine Unterstützungserklärung für die KPÖ beim Gemeindeamt des Hauptwohnsitzes zu unterschreiben. Zugleich kündigt Messner erneut an, dass die KPÖ die Anfechtung der EU-Wahl aufgrund der neuen Hürden in Wien prüft.

Nichts anderes als eine inhaltsleere Schaumschlägerei ist die Ansage der SPÖ
gegen die "neoliberalen Kräfte" im anlaufenden EU-Wahlkampf, meint
KPÖ-Spitzenkandidat Günther Hopfgartner. Wer politisch einigermaßen
durchblickt weiß nämlich, dass mit der EU in ihrer jetzigen Struktur das von
der Sozialdemokratie angestrebte "soziale Europa" nicht zu machen ist. Die
EU ist als neoliberales Projekt nicht die Antwort auf die kapitalistische
Globalisierung, sondern ein wesentliches Element derselben und funktioniert
faktisch als eine gigantische Umverteilungsmaschine zugunsten der Banken und
Konzerne. 
Es braucht einen Weg aus der kapitalistischen Sackgasse, es braucht gesellschaftspolitische Veränderung. Veränderungen sind möglich, wenn sich breiter Widerstand bildet und dieser dafür sorgt, dass sich etwas ändert. Es geht um die Neuausrichtung der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung, das heißt, es geht um einen radikalen ökonomischen, ökologischen und sozialen Umbau, um dessen Durchsetzung jetzt gerungen werden muss. Es geht um einen radikalen Kurswechsel.
Damit die KPÖ bei der EU-Wahl, die am 7. Juni stattfindet, am Wahlzettel steht, ist es notwendig 2.600 amtlich beglaubigte Unterstützungserklärungen aufzubringen. Helfen Sie mit - unterstützen Sie die KPÖ.
Ihre Kandidatur bei der Europaparlamentswahl am 7. Juni 2009 beschloss die KPÖ bei einer erweiterten Bundesvorstandsitzung am 7. März. Die KPÖ wird bei dieser Wahl mit der Listenbezeichnung "Kommunistische Partei Österreichs - Europäische Linke" und der Kurzbezeichnung KPÖ antreten.









