Das Übel an der Wurzel packen!
- Saturday, 14. April 2007 @ 10:02
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Wie befürchtet haben heute die Abgeordneten der europäischen Volkspartein und SozialdemokatInnen für die umstrittene Bolkesteinrichtlilnie gestimmt. . 394 Abgeordnete stimmten in erster Lesung für die Direktive und 215 dagegen. In einer turbulenten 2 Stündigen Martathonabstimmung wurde der faule "Kompromiss" den die Abgeordneten von PSE und EPP auf den Gängen ausgemauschelt hatten durchgedrückt.
Die von der EU-Kommission und dem Ministerrat geplante "Data Retention
Directive" (Die für Provider verpflichtende Speicherung von Verbindungsdaten
, d.h wer mit wem telefoniert hat, wer an wen E-Mails versendet hat, etc..,
für bis zu 4 Jahre) zeigt wieder einmal die enormen Demokratiedefizite der
EU: Die 3 wichtigsten EU-Institutionen haben jeweils verschiedene Positionen
dazu: Das Europäische Parlament lehnte die Vorratsdatenspeicherung ab, wohl
auch in dem wissen dass das Abstimmungsverhalten in solchen heiklen Fragen
sehr stark von der Öffentlichkeit beobachtet wird und dass es sehr billig
ist die Direktive abzulehnen, weil das Parlament in diesen Fragen ohnehin
nichts mitzureden hat. Die Direktive wird jetzt in der Kommission und im
Ministerrat behandelt, wobei die Kommission sich für eine extrem lange
Speicherdauer von bis zu 4 Jahren einsetzt.
Unter dem "Heidenspaß statt Höllenqual!" finden von verschiedenen Gruppen auch einige Gegenveranstaltung zum Papstrummel statt. Einerseits ist ja verständlich dass Jugendliche in diesen Zeiten nach Alternativen zum Bestehenden System suchen, erschreckend aber dass dies ausgerechnet dort passiert wo Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg Jahrhundertelang aufrecht erhalten wurden. Und dies nicht nur im "dunklen MIttelalter", sondern auch heute noch. So wurde Chiles mörderischer Diktator Augusto Pinochet von Johannes Paul II und von Ratzinger unterstützt. ( How Ratzinger's Modern Inquisition Affected Brazil). Ratzinger und JPII haben beispielsweise das Amt des "Advocatus Diabolis" abgeschafft. Nun kann die Kirche Menschen heilig und selig sprechen ohne dass kritische Stimmen gehört werden müssen..... Kritisches Denken ist offensichtlich nicht erwünscht: blindes Vertrauen in Dogmen und "Spiritualität" ist angesagt. Nein danke. So eine Kirche trägt sicherlich nichts zur Verbesserung dieser Welt bei.
Viele der europaweit tätigen AktivistInnen im Kampf gegen Sofware Patene begrüssten das französische "Nein" zu der vorliegenden EU-Verfassung. In den letzten 2 Jahren wurde versucht durch ein "Lobbying von unten" versucht die Einführung dieser Direktive zu verhindern. Dabei wurden die enormen Demokratiedefizite der Union augenscheinlich. Genau diese Defizite werden (mit marginalen Verbesserungen) im wesentlichen in der neuen Verfassung festgeschrieben und machen es uns schwer unsere Positionen durchzusetzen. Die meisten der Softwarepatente GegnerInnen fordern daher eine massive Stärkung des EU-Parlaments gegenüber den relativ intransparenten Organen wie Kommission oder Rat.
Sonntag abend (ab 20 Uhr) gabt es die Möglichkieit den Verlauf der Abstimmung in Frankreich zur EU-Verfassung live mitzuverfolgen. Zu den Klängen der Marseillaise und der Internationalen bejubelten wir das deutliche linke NON zu dieser Verfassung.
Samstag 21. Mai 2005, ab 16:00Infos zu Parteigruppen in Wien
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