100.000 Euro Jahreseinkommen, aber kein Geld für einen Laptop?
- Friday, 26. February 2021 @ 09:54
Rund 100.000 Euro brutto pro Jahr verdienen Mitglieder des Wiener Gemeinderats für ihre politische Tätigkeit - eine Nebenbeschäftigung ist normalen MandatarInnen zudem erlaubt. Die Klubobleute verdienen rund 180.000 Euro im Jahr und die Stadträte, egal ob Sie für ein Ressort verantwortlich sind oder nur Nasenbohren, so wie seinerzeit Ibiza-Urlauber Gudenus, verdienen knapp 230.000 Euro.Nichtsdestotrotz nagen offenbar alle Mandatar*innen am Hungertuch. Gestern beschloss der Gemeinderat einstimmig einen Allparteien-Antrag mit dem der Wiener Magistrat aufgefordert wird, "die MandatarInnen mit Laptops und Software auszustatten. Die Hardware soll vom Magistrat der Stadt Wien jeweils spätestens zu Beginn einer neuen Legislaturperiode auf den modernsten Stand gebracht werden." Notwendig sei dies u.a., so war zu lesen, um "den Digitalisierungsprozess in der Politik zu sichern und voranzutreiben."
Herbert Fuxbauer, LINKS-KPÖ Bezirksrat in der Josefstadt: "Angesichts solcher Unverschämtheiten wundert es nicht, dass viele Menschen sich von der Politik rein gar nix erwarten. Andererseits zeigt auch dieses Beispiel, wie wichtig und notwendig im Wiener Rathaus eine starke linke Kraft wäre."
Fuxbauer fordert alle Gemeinderät*innen, die noch über einen Funken von Anstand verfügen, auf, den Gegenwert dieses Geschenkes aus Steuergeld (Fuxbauer prognostiziert zumindest 150.000 - 200.000 Euro) der NGO SOS-Mitmensch oder aber der Straßenzeitung AUGUSTIN oder der Caritas zu spenden, "die dieses Geld sicherlich gebrauchen und sinnvoll verwenden könnten."

In wenigen Wochen - wir haben kürzlich darüber berichtet - werden die Mieten erneut teurer. Für hunderttausende Menschen, die vielfach von der Corona-Krise und deren finanziellen Folgen im Geldbörsel ohnedies gebeutelt werden, wird es noch mühsamer.
Vor ein paar Tagen wurde im Wiener Landtag das Mindestsicherungsgesetz novelliert, damit der im Nationalrat beschlossene gestaffelte Corona-Bonus zum Arbeitslosengeld bei Arbeitslosen, deren Arbeitslosengeld so niedrig ist, dass sie zusätzlich Mindestsicherung beantragen können, nicht auf die Mindestsicherung angerechnet wird.
Im Wiener Rathaus wird heute und morgen über das Budget 2021 debattiert. Die Gelegenheit nutzten auch die Wiener Grünen, die sich ja nun wieder in Opposition befinden, um 2 sinnvolle Forderungen darzulegen.
Beim Lesen des 209 Seiten starken Regierungsprogramms der SPÖ & NEOS Fortschrittskoalition, fällt ein Satz auf Seite 12 ins Auge:m"Gleichzeitig ist es der neuen Stadtregierung klar, dass ein starker Sozialstaat eine leistungsstarke Wirtschaft braucht."
Die Wiener Grünen haben ja seit kurzem ein Zukunftsteam, nachdem die von der Basis für die letzte Wahl bestimmte Spitzenkandidatin und Parteichefin Birgit Hebein gekonnt demontiert wurde.
so Lenin vor mehr als 100 Jahren in einer seiner Schriften. Heute wurde die neue Wiener Stadtregierung unter SPÖ-Bürgermeister Ludwig angelobt. 2 Glückwunsch-Statements, die wohl wirklich tief blicken lassen, wollen wir hier vor den Vorhang holen.
Ruth Becher, Wohnbausprecherin der SPÖ, forderte kürzlich die Republik solle 150.000 Sozialwohnungen in der kommenden Legislaturperiode errichten.* Da in Wien etwas mehr als 20 % der Gesamt-Bevölkerung lebt, müssten - grob gerechnet - 30.000 dieser Sozialwohnungen in Wien errichtet werden.
27 Sozialmärkte diverser Betreiber gibt es gegenwärtig in Wien. Die meisten dieser Sozialmärkte werden von gemeinnützigen Vereinen betrieben.* Unterstützung für die Sozialmärkte durch die Gemeinde bzw. die Bezirke gibt es nicht.
Falter Redakteurin Nina Horaczek über eine Untersuchungskommission, die kürzlich etwaige Missstände "bei der Gewährung und Überprüfung der widmungsgemäßen Nutzung von Fördergeldern durch die Gemeinde Wien" untersucht hat.
so die Landespolizeidirektion Wien vor wenigen Tagen bzgl. der Kriminalstatistik für 2019*
Wien gehört uns - so seit Jahrzehnten das Motto der regierenden SPÖ. Nachfolgend mal wieder ein paar Hinweise zum Thema "Wien spekuliert nicht - die SPÖ hat alles unter Kontrolle".
Sofern du Bedenken hast oder sofern du sogar der Meinung bist, dass dies eine Schnaps-Idee ist, so kannst und solltest du jetzt aktiv werden.
Allen seriösen Studien zum Trotz fordern die Wirtschaft und sämtliche ihrer Vasallen in der Politik einen Zentralen Fernbus-Terminal mit Standort Leopoldstadt – Grüner Prater.
Vor ein paar Tagen hat der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann, Dominik Nepp, mal wieder kräftig um sich geschlagen. Wörtlich erklärte die FPÖ: „Die SPÖ ist nicht die `Wien-Partei´, sie ist die Migrations-, Islam- und Geldverschwender-Partei. Unter der rot-grünen Stadtregierung sind nicht nur die Schulden, sondern auch die Probleme in Wien rasant explodiert. Dank der Willkommenspolitik und Unfähigkeit von SPÖ und Grünen gibt es heute massive Wohnungsnot, Kriminalität, Kostenexplosion, Gesundheitsnotstand, Bildungsmisere und Islamisierung in unserer Stadt."








