Fotorückblick Teil 2: Linkes Wort 2009
- Friday, 18. September 2009 @ 04:23
Die AutorInnenlesung Linkes Wort stand beim 63. Volksstimmefest in ironischer Verwendung einer Aussage von Karlheinz Kopf (ÖVP-Klubobmann) unter dem Motto: "Wir retten ein System!" Einige Impressionen von der Lesung am Sonntag 6. September 2009. Weitere Fotos erscheinen in Kürze auf der Webseite Linkes Wort am Volksstimmefest.
Die Anthologie zum Linken Wort 2009 wird Ende Oktober im Globus Verlag erscheinen und kann unter [email protected] vorbestellt werden. Die Anthologie kostet 12 Euro exkl. Versandspesen.

Die AutorInnenlesung Linkes Wort stand beim 63. Volksstimmefest in ironischer Verwendung einer Aussage von Karlheinz Kopf (ÖVP-Klubobmann) unter dem Motto: "Wir retten ein System!"
Mit neuem Untertitel und Dank an Jura Soyfer. „Zwischenrufe links“ hießen seine Gedichte, die er an 1931 in der „Arbeiterzeitung“ publizierte. Der heimische Germanist Wendelin Schmidt-Dengler nannte sie „polemische Texte gegen das Bestehende, gegen das Regime, (...) und eine andere Stimme im Chor der damaligen deutschsprachigen Literatur in Österreich.“ 
Presseinformation des Steinbauer-Verlags:
Ein Mann bleibt zurück, seine Frau geht auf Forschungsreise. Eine Frau verfolgt den Vogelflug. Ein in sich gekehrter Junge legt seiner Großmutter ein Schneckenhaus ins Grab. Eine Frau möchte doch einfach nur ein Kabel umtauschen! Die Geschichte eines Kirschbaums wird zur Geschichte eines Lebens. Ein Paar, ein romantisches Essen zu zweit: entzweit. Menschen werfen Fragen auf, scheitern am Nächsten und hüten ihre verborgensten Geheimnisse. Mystische Tiere philosophieren über das Leben, Musen streiten darüber, wie eine Geschichte erzählt werden kann.
Eva Jancak: Das Haus
Frauen haben einander zu allen Zeiten geliebt. Doch wurde Frauenliebe je nach Epoche unterschiedlich bewertet. Während sie im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit mit dem Tod bestraft werden konnte, waren Frauenfreundschaften in der Romantik nicht nur toleriert, sondern gesellschaftlich teilweise gut angesehen. Gegen Ende des 19. und im 20. Jahrhundert hingegen setzte sich unter dem Einfluss der Psychiatrie, die Theorie von einer ererbten Abnormalität durch, die jetzt zwar weniger strafwürdig schien, dafür aber geächtet war.
Das "Linke Wort" ist eine AutorInnenlesung, die seit 1975 jährlich im Rahmen des Volksstimmefests, dem traditionellen Presse- und Volksfest der KPÖ, stattfindet. An beiden Festtagen werden Prosatexte und Lyrik vorgetragen. Die teilnehmenden SchriftstellerInnen lesen ohne Honorar. Ihre Beiträge - zumeist unpublizierte Texte - sind somit immer auch ein Ausdruck von Solidarität mit dem Volksstimmefest, das weit über die KPÖ hinaus für die österreichische Linke von zentraler Bedeutung ist.
Berühmte Schriftsteller, Musiker und bildende Künstler glänzen, locken und verführen. Mit so manchen meint man vertraut zu sein, kennt zumindest deren Werke. Sie sind die Sterne auf dem künstlerischen Himmel weniger. Indes verbergen sich oftmals hinter der leuchtenden Fassade menschliche Schwächen. Genie & Wahnsinn oder Genie & Arschloch? Die Grenzen sind fließend. Anhand von Streiflichtern durch die Biografien exemplarischer berühmter Männer und Frauen soll so manches Bild des Genies zurechtgerückt werden. Die in diesem Band Beschriebenen: Gottfried Benn, Richard Billinger, Johannes Brahms, Bert Brecht, Ernest Hemingway,Wassily Kandinsky, Katherine Mansfield, Pablo Picasso, Arthur Rimbaud, Arno Schmidt, Franz Stelzhamer, Karl Valentin und Richard Wagner.
Wie bei M. C. Eschers berühmtem Bild der sich selbst zeichnenden Hand schreibt sich dieser Text wie von selbst, fällt sich aber auch ständig ins Wort und treibt so sein lustvolles Sprachspiel auf die Spitze: Findet seine Fortsetzung in den Unterbrechungen, die Unterbrechungen wiederum gehen bruchlos im Textganzen auf.
Eine junge Frau, die sich von zwei Männern entführen lässt, weil sie drauf steht, dass sich die Jungs um sie prügeln. Ein Wettbüro, in dem um Wohnungseigentum und Selbstanzeige wegen Suchtmittelbesitz gewettet wird. Ein Lehrer, der einem Schüler nachstellt.








