Rassismusfreie Zone Donaustadt
- Monday, 21. June 2010 @ 07:00

"Ein Beitrag von Renate Mocza, die in der Donaustadt wohnt und im „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“ mitarbeitet, welcher aktiv am Zustandekommen des Personenkomitees „Rassismusfreie Zonen“ beteiligt ist.Vor zwei Jahren stellte KPÖ-Bezirksrat Josef Iraschko aus der Leopoldstadt einen Antrag, dass der 2. Wiener Gemeindebezirk eine „Rassismusfreie Zone“ werden soll. Der Antrag wurde von ALLEN Parteien angenommen und „zur weiteren Behandlung“ der Kulturkommission zugewiesen. Dort verschwand er bis auf Weiteres in einer Schublade. Vor einem Jahr fand sich im "Café Sperlhof" ein Personenkomitee ein, das gemeinsam an diesen Antrag erinnern wollte: Ein politisch breites Spektrum von Leuten, denen der alltägliche Rassismus im Bezirk auf die Nerven geht: Ute Bock, Gerald Grassl (Werkkreis Literatur der Arbeitswelt), Uschi Lichtenegger (Theodor-Kramer-Gesellschaft und grüne Bezirksrätin), Pater Mario von der Kirche am Mexikoplatz, Josef Iraschko, Pädagoginnen von Leopoldstädter Schulen, Lokalbesitzer, engagierte Leute der jüdischen Kultusgemeinde und viele andere.

KPÖ-Wien Sprecher Didi Zach und "KP-Bezirksrat in spe" und Betriebsrat DI Wolf Jurjans haben heute vormittag im Rahmen der 3. Armutszeugnis-Lesung vor der Hofburg - ausgehend vom Fall Zogaj - auf das Thema Menschenrechte in Österreich aufmerksam gemacht.
Vor zwei Jahren stellte KPÖ-Bezirksrat Josef Iraschko den Antrag, dass die Leopoldstadt eine "Rassismusfreie Zone" werden soll. Der Antrag wurde von allen Parteien angenommen und "zur weiteren Behandlung" der Kulturkommission zugewiesen. Dort verschwand er bis auf Weiteres in einer Schublade.
"Jene zwei Nigerianer, die bei einem Fußballtraining des FC Sans Papiers in Wien festgenommen worden waren, sind am Dienstag (gemeinsam mit 19 anderen Personen) abgeschoben worden“, meldet
Ich bin 1969 geboren und war somit in den 1970ern in der Volksschule - in einer Gegend am West-Rand von Wien-Döbling. Vor dem Unterricht hat die Lehrerin mit uns täglich das Ritual "Wir begrüßen den Himmelvater: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen [Kreuzzeichen]" abgehalten. Wohlgemerkt: Das war eine ÖFFENTLICHE Volksschule der damals roten Stadt Wien, im Kindergarten daneben hatte meine Schwester die Tochter Bruno Kreiskys als Kindergarten-Tante.
Kurz vor Jahresende hat der Wiener Bürgermeister in einer Zeitung des Integrationshauses Wien (die in einer Auflage von 1,5 Millionen Stück an Menschen in ganz Ostösterreich ergangen ist) einmal mehr klar gestellt (siehe Text links), dass die SPÖ vor keiner Lüge zurückschreckt.
... wenn FPÖ-Politiker einen Satz so beginnen, dann kann vermutet werden, dass Hetze gegen Menschen folgt, aber nicht von Tatsachen geredet wird.
Innenministerin Fekter hat im Namen und Auftrag der Bundesregierung eine Novelle zum Asyl- und Fremdenpolizeigesetz vorgelegt. Kritik daran formulieren nicht nur linke Gruppen und Parteien wie die KPÖ.
Am 2. Oktober gab es am Karmeliterplatz ein dicht gedrängtes Programm mit künstlerischen Einlagen und politischen Beiträgen. Eine glückliche Konstellation hat auch ergeben, dass sich viele Kulturschaffende an dieser Woche mit eigenen Beiträgen beteiligten. Was fehlte, und ich sehe dies sehr wohl als beschämend für den Bezirk an, war die politische Prominenz aus dem Bezirk.








