Schöner Erfolg für die KPÖ: Nun fordern auch die Grünen einen Hilfsfonds für Mieter*innen in Not
- Thursday, 22. April 2021 @ 10:48
"Noch ist die Kampagne der KPÖ gegen Delogierungen und für einen Hilfsfonds für Mieter*innen in Not gar nicht richtig angelaufen und schon können wir uns auf die Schulter klopfen", so Didi Zach, Landesspecher der KPÖ-Wien, zur Tatsache, dass nun auch die Wiener Grünen einen Hilfsfonds für Mieter*innen in Not fordern, wozu sie heute sogar einen Antrag im Gemeinderat einbringen werden.Zach weiters: "Druck von Links wirkt, obwohl wir nicht mit Sitz und Stimme im Rathaus oder im Nationalrat vertreten sind. Das grüne Selbstlob von Georg Prack für die Arbeit der Bundesregierung kann ich zwar nicht nachvollziehen, die Aufforderung an die Stadtregierung, gegen Delogierungen tätig zu werden und einen Hilfsfonds einzurichten, findet jedoch natürlich die volle Unterstützung der KPÖ. Zudem braucht es aber - und da können die Grünen in der Bundesregierung ihre Durchsetzungskraft unter Beweis stellen - weitere Maßnahmen, um leistbares zeitgemäßes Wohnen für hunderttausende Menschen zu ermöglichen - z.B. eine Ausweitung des kommunalen öffentlichen Wohnbaus, ein neues Mietrecht, welches Befristungen verunmöglicht, die Abschaffung der Maklergebühren für Mieter*innen sowie konsequente Maßnahmen gegen Leerstand und die Geschäftspraktiken von Airbnb."
--> Hier kann die Petition der KPÖ-Wien unterschrieben werden - http://wien.kpoe.at/petition
Weitere Infos zum Thema finden sich unter http://wien.kpoe.at/index.php?topic=allgWohnen

Seit dem 1. April diesen Jahres wird es für zehntausende MieterInnen in Wien eng: Sie müssen bis zu 4 Monatsmieten auf einmal zahlen.
Ein Diskussionsbeitrag von Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ-Wien und LINKS-KPÖ Bezirksrat in der Leopoldstadt
Seit Jahren wird leistbares Wohnen für immer mehr Menschen immer unerschwinglicher. Nun droht zudem eine Kündigungs- und Delogierungswelle, denn Mieten, die im April, Mai und Juni des letzten Jahres aufgrund der Corona-Krise gestundet wurden, müssen ab sofort bezahlt werden.
Die finanziellen Probleme, die für große Teile der Bevölkerung aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit immer größer werden, führen dazu, dass Wohnen für immer mehr Menschen in Wien immer unerschwinglicher wird. Vielen Betroffenen droht in den kommenden Wochen und Monaten sogar die Delogierung, da das Miet-Moratorium mit 1. April ausläuft. Die KPÖ-Wien wird daher in Kürze eine Kampagne starten, die darlegt wie "leistbares Wohnen für alle Menschen" ermöglicht werden kann.
Mit Ende März läuft das Mieten-Moratorium der Regierung aus. Es ist zu befürchten, dass zehntausende Mieter und Mieterinnen die gestundeten Mieten nicht zahlen können und tausende Delogierungen die Folge sein werden.
"Die Nervosität bei Kurz und Blümel muss sehr hoch sein, wenn die Hausherrn-Partei ÖVP nun sogar auf Mieterhöhungen verzichtet", so kommentiert Didi Zach, Landesspecher der KPÖ-Wien, die gestern verkündete Entscheidung der Regierung, auf die gesetzlich festgeschriebene Erhöhung der Richtwert-Mieten verzichten zu wollen.
Lob gibt es von Didi Zach, Landessprecher der KPÖ, für SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner, die die anstehenden Mietpreiserhöhungen unterbinden bzw. aussetzen will, welche sich aus dem Miet-Valorisierungsgesetz ergeben, welches in den 90er Jahren von einer SPÖ-ÖVP Bundesregierung beschlossen wurde.
Wir haben vor ein paar Tagen über drohende Mieterhöhungen berichtet.* Gestern hat sich dazu Ruth Becher, Wohnbausprecherin der Bundes-SPÖ, zu Wort gemeldet. Ihre Forderung: "Aussetzung der Inflationsanpassung im Jahr 2021".
Anfang April 2021 wird es auf Grund des gesetzlichen Mietpreis-Automatismus sowohl bei den Richtwertmieten (für Wohnungen der Kategorien A, B und C, die nach dem 28.2.1994 vermietet wurden, kann der Vermieter, wenn er nicht einen angemessenen Mietzins verlangen darf, den Richtwertmietzins vereinbaren) als auch kurz danach bei den Kategoriemietzinsen (Wohnung wurde vor dem 28.2.1994 vermietet) wieder einmal zu Mieterhöhungen kommen.








