Wiener Linien: Law & Order per Zufall?
- Monday, 15. March 2010 @ 09:06
Die neuen Fahrgastbeiräte der Wiener Linien sind ausgewählt. Die Auswahl erfolgte aus den rund 400 Einsendungen „per Zufall“, wie das Institut, das von den Wiener Linien für die Durchführung des Auswahlverfahrens beauftragt wurde, den nicht zu Fahrgastbeiräten bestellten BewerberInnen mitteilte. In diesem Sinne ist nur zu hoffen, dass endlich „per Zufall“ ein Fahrgastbeirat bestellt wurde, der nicht den Law-and-Order-Kurs der Verkehrsbetriebe unterstützt und vorantreibt. Liest man sich die Protokolle der letzten Sitzungen des alten Fahrgastbeirates durch (nur die Hälfte der Beiräte wurden jetzt neu bestellt), gewinnt man den Eindruck, dass ohne einer völlig überzogenen Aufregung über Essen und Betteln in den Anlagen der Verkehrsbetriebe keine Sitzung stattfinden kann.


2005 haben die Verantwortlichen der ÖBB beschlossen, hoch riskante
Finanzgeschäfte zu tätigen. Unter anderem als Folge der Finanzkrise waren die ÖBB
dann 2008 genötigt, umfangreiche Rückstellungen zu tätigen, um sich
vor Verlusten aus den dubiosen Geschäften, bei einem Totalausfall
wären 612,9 Mio. Euro verloren gegangen, abzusichern.


Die Werkstatt Frieden und Solidarität hat eine Online-Petition gestartet, da der ÖBB-Vorstand vor dem geplanten Inkrafttreten der EU-Liberalisierungsrichtlinie ein Kahlschlagprogramm plant: Es sollen 56 Nebenbahnen und zahlreiche Regionalstrecken stillgelegt werden. Insgesamt 1.600 km Schienennetz – das ist fast ein Drittel des bestehenden Netzes.
Anlässlich des Autofreien Tages 








