
Mit insgesamt 300.000 Euro will die Stadt Wien - in Kooperation mit Wien Energie - die Anschaffung von
E-Bikes 2011 fördern -
verkündeten heute Umweltstadträtin Sima und Vizebürgermeisterin
Vassilakou, die diese Maßnahme ebenfalls als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz erachtet.
Sind aber E-Bikes wirklich so "ökologisch", wie die Werbebroschüren jener Firmen, die solche Geräte anbieten, suggerieren?
Sind E-Bikes in Wien, welches keine Gebirgsregion ist, wirklich notwendig? Wird steigender Stromverbrauch, wenn E-Bikes zur Massenerscheinung werden (was auf absehbare Zeit natürlich nicht zu befürchten ist),
nicht auch den Ausbau der Stromerzeugung nach sich ziehen? Und - last but not least - warum wird eigentlich nicht über die Herstellung und Entsorgung
der E-Bike-Akkus gesprochen?
Kurz und gut: Ob E-Bikes (wobei zwischen verschiedenen Systemen zu differenzieren ist, Stichwort: Pedelec) ein sinnvoller
und nachhaltiger Beitrag sind, um zu einer Wende in der Verkehrspolitik in Wien zu kommen, darf
zur Zeit noch bezweifelt werden. Zur Wunderwaffe des Klimaschutzes dürften E-Bikes mit großer Wahrscheinlichkeit
aber sicherlich nicht werden.