
Vizebürgermeisterin Renate Brauner, die auch Finanz- und
Wirtschaftsstadträtin ist, skizzierte gestern
im Rahmen des Mediengesprächs
des Bürgermeisters die Schwerpunkte im Bereich der kommunalen
Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2012.
Einmal mehr wurde die Ausbildungsgarantie für Jugendliche gelobt.
Wiener Ausbildungsgarantie heißt, so die OTS-Meldung der Vizebürgermeisterin:
"Wenn Jugendliche eine Ausbildung
machen wollen, bekommen sie entweder einen Lehrplatz, eine
Qualifizierung oder ein unterstützendes Beratungs- und
Begleitungsangebot, wenn sie nicht wissen, wie es weitergehen soll."
Warum eine Qualifzierungsmaßnahme oder ein unterstützendes Beratungs- und Begleitungsangebot
als Ausbildungsgarantie bezeichnet werden darf, wissen wohl nur Brauner, Häupl und ihre PR-Berater im
Rathaus.
Wenn es so ist, dass etwa 4.000 junge Menschen in überbetrieblichen
Lehrwerkstätten eine gute Ausbildung erhalten, so ist dies löblich und
zu begrüßen. Nichtsdestotrotz sollte aber Brauner auch erwähnen, dass die
Zahl der Jugendlichen in Wien, die von einer Lehrstelle nur träumen können,
auch im Dezember 2011 1.416 Betroffene ausgewiesen hat - was eine Zunahme von 52,8 Prozent zum Vergleichsmonat 2010 bedeutete.
Übrigens: 629 offene Lehrstellen waren im Dezember 2011 gemeldet. D.h.: auf eine offene Lehrstelle kommen in Wien 2,2 Lehrstellensuchende.