
Ich habe im Jänner 2015 den Taxlerstreik gegen den Burschenschaftsball organisiert. Viele Taxler sind MigrantInnen, sie haben einen harten Job, denn sie müssen täglich ums Überleben kämpfen. Die Konkurrenz ist groß.
Warum sollen wir eigentlich Personen chauffieren, die wollen, dass es uns nicht gibt? Sie wollen, dass es uns in Wien nicht gibt, und nicht in Österreich. Die uns, wie es auf einer Homepage der FPÖ-Landstraße stand, „rückführen wollen“? Also, die eine staatliche organiserte Deportation verlangen.
Da habe ich – und viele Kolleginnen und Kollegen – gesagt: Nein. Da spielen wir nicht mehr mit. Ich mag meinen Beruf, aber ich mag nicht solche Leute zu einer Veranstaltung bringen, die sich ausdrücklich gegen uns richtet.
Und das nicht nur, weil wir MigrantInnen sind. Die FPÖ ist nämlich keine soziale Partei. Wenn ich ihre Webseite anschaue, ihr Programm anschaue, und ihre Aktionen bewerte, so komme ich zum Ergebnis: Die FPÖ ist keine soziale Partei. Ihr sogenanntes Sozialprogramm kommt immer zu dem einen Ergebnis: Die Ausländer sind Schuld. Wir sollen die Sündenböcke sein. Wenn es um die Arbeitslosigkeit von 13 Prozent in Wien geht, dann sagt die FPÖ: Die Ausländer sollen Schuld sein.