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Kritisiert die Wohnbausprecherin der SPÖ Bürgermeister Ludwig?

  • Saturday, 21. November 2020 @ 10:52
Ruth Becher, Wohnbausprecherin der SPÖ, forderte kürzlich die Republik solle 150.000 Sozialwohnungen in der kommenden Legislaturperiode errichten.* Da in Wien etwas mehr als 20 % der Gesamt-Bevölkerung lebt, müssten - grob gerechnet - 30.000 dieser Sozialwohnungen in Wien errichtet werden.

Wie wir jedoch in den letzten Tagen erfahren haben, ist der Plan der neuen SPÖ-NEOs Koalition, der stolz verkündet worden ist, den zusätzlichen Bau von 1.500 Gemeindewohnungen "auf Schiene zu bringen". Ob die SPÖ-Wohnbausprecherin damit jedoch Bürgermeister Ludwig und die SPÖ-Wien kritisieren wollte, ist uns leider nicht bekannt.

Zum Thema siehe auch http://wien.kpoe.at/article.php/forts...-1--wohnen

* https://www.ots.at/presseaussendung/O...h-republik


Iraschko (KPÖ-Links): "Die Menschen vor Armut und Not schützen" statt "Immobilienhaie fördern und Leerstand zu

  • Friday, 20. November 2020 @ 12:42
Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ-Wien und KPÖ-LINKS Bezirksrat in der Leopoldstadt, fordert klare und radikale gesetzliche Maßnahmen, um zu verhindern, dass zehntausende Menschen in Armut und Not geraten.

Mit dem Bundesgesetz betreffend Begleitmaßnahmen zu COVID-19 wurde die Zahlung von Mieten für die Monate April, Mai, Juni 2020 für all jene, die auf Grund der Pandemie in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt sind, bis Ende Dezember gestreckt.* Dies, so Iraschko, ist eine absolut unzureichende Maßnahme, denn die Folgen der Pandemie sind für hunderttausende Menschen ja nach wie vor existent.

Iraschko: "Viele Kleinunternehmen sind durch die Pandemie in existenzielle Notlagen geraten, viele ArbeitnehmerInnen, konkret über 600.000 Menschen, sind arbeitslos oder in Kurzarbeit. Es braucht hier statt PR-Aktivitäten der Bundesregierung Maßnahmen, die den Betroffenen tatsächlich nützen."

Fortschrittskoalition? Teil 2: Klimapolitik

  • Thursday, 19. November 2020 @ 09:22
Wir haben uns zum Thema Umweltpolitik in den letzten Jahrzehnten zwar einiges an Kompetenz angeeignet, aus praktischen Gründen geben wir hier aber einfach die Einschätzung von Fridays for Future Vienna wieder, die wir weitgehend teilen. Das Original-Statement findet sich unter https://fridaysforfuture.at/presse/fr...gsprogramm

Fridays For Future hat das finale Regierungsprogramm von SPÖ und NEOS unter die Lupe genommen. Dieses ist voller Klimaschutz-Versprechen, doch die Maßnahmen reichen nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erfüllen. Die Klimabewegung fordert daher Nachbesserungen, um die nächsten fünf Jahre für eine Weichenstellung auf ein klimagerechtes Wien zu nutzen.

Europäische Städte müssen weit vor 2040 klimaneutral sein

Die neue Stadtregierung will Wien bis 2040 klimaneutral machen. “Ambitioniert ist das nicht”, kritisiert Klimaaktivistin Klara Butz. “Die Bundesregierung hat Klimaneutralität 2040 für ganz Österreich festgelegt, doch Wien kann als Großstadt seine Emissionen leichter senken als andere Bundesländer. Aufgrund der Dringlichkeit der Lage muss Wien bis 2030 klimaneutral werden.”

Fortschrittskoalition? Teil 1: Wohnen

  • Wednesday, 18. November 2020 @ 10:05
Wir werden uns in den kommenden Tagen und Wochen - aufgeteilt in Themenbereiche und Blöcke - anschauen, was die neue Stadtregierung aus SPÖ und NEOs in ihrem Programm, welches hochtrabend als "Fortschrittskoalition für Wien" tituliert wurde, festgehalten hat.

Wir beginnen mit dem Thema Wohnen.

Was uns gleich mal auffällt. Das gesamte Koalitionsübereinkommen besteht aus 212 Seiten - davon beschäftigen sich gerade mal 10 Seiten (Seite 126ff) mit dem Thema Wohnen unter dem Übertitel "Leistbare Stadt".*

Wer die 10 Seiten sich genauer anschaut, muss wohl zur Meinung gelangen, dass viele Ankündigungen und Absichtserklärungen und viele schöne Werbefloskeln niedergeschrieben wurden, ein "großer Wurf" aber weit und breit nicht zu sehen ist.

Blass-rot/Pink ist also fix

  • Monday, 16. November 2020 @ 13:07
Da jedoch außer vielen netten Überschriften, die heute auf einer Pressekonferenz kundgetan wurden*, das vereinbarte Programm über weite Strecken noch unbekannt ist, wollen und können wir vorerst keine ausführliche Analyse anstellen.

Auf einen Punkte wollen wir hier trotzdem schon kurz eingehen: Schulpsychologen, so berichtet ORF-Online, sollen aufgestockt werden. Ist wohl auch höchst notwendig, wo es zur Zeit in ganz Wien sage und schreibe 25 Planstellen für Schulpsycholog*innen gibt.**

* https://wien.orf.at/stories/3076119/
** https://www.bildung-wien.gv.at/servic...kten-.html

Corona-Krise und die Folgen: Wo bleiben die Maßnahmen der Stadtregierung?

  • Friday, 13. November 2020 @ 09:46
Aufgrund der Folgen von Corona wird die finanzielle Lage für zehntausende Menschen in Wien in den kommenden Wochen und Monaten noch schwieriger werden. Leider, so Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien, "unternehmen Bundes- und Stadtregierung wenig bis gar nix, um Menschen, die schon jetzt jeden Euro zweimal umdrehen müssen, zu helfen".

Zach befürchtet viele Delogierungen, wenn mit Jahresende das Miet-Moratorium ausläuft. Zach fordert einen Erlass von Mieten für 6 Monate (die Immobilien-Konzerne und ihre Aktionäre können es sich leisten, so Zach) durch die türkis-grüne Bundesregierung.

Die Gemeinde Wien müsse zudem sicherstellen, dass es zu keinen Kündigungen von Mietverträgen im Gemeindebau kommt, sofern Mieten aufgrund von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder sonstigen Corona-Folgen nicht bezahlt werden können. Dazu, so stellt Zach klar, braucht es auch keine Entscheidungen der Bundesregierung, sondern nur den politischen Willen der SPÖ-Wien. "Bürgermeister Ludwig kann zeigen, ob er ein Macher oder ein Schwafler ist", so Zach.

Anti-Terror-Maßnahmen als Vorwand zur Aushebelung von Grundrechten?

  • Thursday, 12. November 2020 @ 11:08
Obwohl die Frage offen ist, ob der Terroranschlag vom 2. November nicht verhindert werden hätte können, sofern das BVT einfach nur seine Arbeit gemacht hätte*, wollen Kurz, Nehammer & Co nun offenbar die Gunst der Stunde nutzen, um Grundrechte einzuschränken bzw. auszuhebeln.**
Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Ich bin kein Jurist, aber diverse Vorschläge erachte ich als sehr seltsam. Verurteilte ohne viel Tam-Tam im so genannten Maßnahmenvollzug quasi auf ewig Wegsperren zu können, erinnert mich eher an die US-Praxis in Guantanamo."

Niemals vergessen

  • Monday, 9. November 2020 @ 14:47
"Der Jahrestag der Reichspogromnacht im Jahre 1938 ist mir einmal mehr Anlass vor der Gefahr eines wachsenden Antisemitismus und Rassismus, der sich oft mit Sexismus und Homophobie verknüpft, zu warnen", so Susanne Empacher, stellvertretende Landessprecherin der KPÖ-Wien und Bezirksrätin in Wien-Landstraße.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten von oben gesteuerte SS- und SA-Horden Synagogen - allein in Wien wurden 42 Synagogen und jüdische Gebetshäuser attackiert. Wohnungen und Geschäfte von Juden und Jüdinnen wurden zerstört, jüdische Mitmenschen ermordet oder in Konzentration­slager verschleppt. Die Reichspogromnacht bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

Acht Jahrzehnte später ist rassistische Gewalt noch immer bzw. schon wieder fester Bestandteil des Lebens in vielen Ländern Europa. Empacher: "Was z.B. gestern in Wien passierte, ist erschütternd und skandalös.* Um so mehr ist es notwendig, sich auf allen Ebenen und Strukturen gegen Antisemitismus und Rassismus, gegen rechte Hetze und rechtsextremistische Gewalt zu stellen. Zugleich ist es wichtig, ein konsequentes Vorgehen von Exekutive und Justiz gegen alle Verstöße gegen das NS-Verbotsgesetz einzufordern. Zudem halte ich es für grundlegend, sich gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen", so Empacher.

* https://www.derstandard.at/story/2000...-abspielte

Immer mehr Menschen brauchen Sozialmärkte - KPÖ fordert Maßnahmen der Stadtregierung

  • Saturday, 7. November 2020 @ 08:10
27 Sozialmärkte diverser Betreiber gibt es gegenwärtig in Wien. Die meisten dieser Sozialmärkte werden von gemeinnützigen Vereinen betrieben.* Unterstützung für die Sozialmärkte durch die Gemeinde bzw. die Bezirke gibt es nicht.

Und dies obwohl seit Jahren - so Peter Kohls, Leiter der Wiener Hilfswerk Sozialmärkte - festzustellen ist, dass immer mehr Menschen Sozialmärkte aufsuchen, um Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und Haushaltswaren zu erwerben, weil das Einkommen - vielfach trotz Erwerbsarbeit - zum Auskommen nicht reicht.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien und LINKS/KPÖ-Bezirksrat in Rudolfsheim-Fünfhaus: "Bürgermeister Ludwig und die SPÖ sind aufgefordert, Vorschläge auszuarbeiten und vorzulegen, wie gemeinnützige Sozialmärkte unterstützt werden können."**

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