
Der neue Frauenbericht zeige, so die Frauensekretärin der SPÖ-Wien,
Gemeinderätin Nicole Krotsch, dass Wien "die höchste
Frauenerwerbsquote hat, Frauen das höchste Einkommen beziehen und die
Lohnschere am geringsten auseinander geht. Mit der Einführung des
Gratiskindergartens, den die ÖVP mittlerweile wieder zurücknehmen
will, haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Selbstbestimmung
von Frauen gesetzt".
Dazu Heidi Ambrosch, Frauensprecherin der KPÖ: "Der Jubel von Kollegin Krotsch ist mir
nicht verständlich. Das durchschnittliche Jahresnettoeinkommen von unselbstständig Beschäftigten
Frauen lag 2007 in Wien bei 16.826 Euro - womit Frauen auch in Wien
rund 25 % weniger als Männer verdient haben. Und auch für die rund
75.000 Beschäftigten der Gemeinde gab es keinen `gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit´. Im
Magistratsbereich der Gemeinde verdienen Frauen noch immer um 15 % weniger als Männer."
Ambrosch: "Die SPÖ regiert in Wien
seit 1945 (abgesehen von 5 kurzen Jahren) mit absoluten Mehrheiten. Wer
hat die SPÖ-Wien eigentlich daran gehindert, die Einkommensungleichheit im Magistrat zu beseitigen. Oder anders gefragt:
Wer hat die SPÖ jahrzehntelang dazu animiert, den Gratiskindergarten als unrealisierbar
und utopisch abzulehnen".