Coole Straße Pelzgasse - Ein Werbeschmäh
- Thursday, 27. August 2020 @ 16:06
Vor 3 Wochen verkündeten Vizebürgermeisterin Hebein und Gerhard Zatlokal, SPÖ-Bezirksvorsteher aus Rudolfsheim-Fünfhaus: "Wiens erste 'Coole Straße Plus' ist geschafft".*Medienwirksam wurde sogar der symbolische Schlussstein verlegt - das Projekt offiziell für abgeschlossen erklärt.
Die Wünsche von Anrainer*innen nach "mehr Grün und mehr Beruhigung des Verkehrs" wären erfolgreich umgesetzt worden, es gäbe konsumfreie Sitzgelegenheiten, einen Spieltisch, einen Trinkbrunnen und ein Wasserspiel. 5 neue Baumpflanzungen, eine Fassadenbegrünung und Bereiche für „Garteln ums Eck“ wurden ebenfalls umgesetzt.
Unsere Besichtigung vor Ort ergibt ein ganz anderes Bild. Kein Spieltisch weit und breit, ein Wasserspiel, welches höchstens wasserscheue Katzen erfreut, von 5 NEUEN Bäumen (sofern es sich nicht um Mini-Bonsai Pflänzchen handelt) keine Spur. Und auch die Fassadenbegrünung konnten wir nicht aufspüren.

Heftige Kritik gibt es von Didi Zach, Wien ANDAS Bezirksrat in Rudolfsheim-Fünfhaus und Landessprecher der KPÖ-Wien, am Plan den umstrittenen Pop-up-Pool der Gürtelfrische West nun bis 11. Oktober in den Auer-Welsbach-Park zu übersiedeln.
“Jede*r Fünfte in Wien ist armutsgefährdet. Armut ist einfach ein elender Zustand. Sie ist entwürdigend und gesundheitsgefährdend, letztlich sogar tödlich. In manchen Bezirken sterben die Menschen im Schnitt um acht Jahre früher als in anderen.
Laut Bericht der Wiener Zeitung kostet das Projekt "Gürtelfrische West" zusätzlich zu den kolportierten Projektkosten von 150.000 Euro mindestens weitere 110.000 Euro für verkehrstechnische Maßnahmen wie Sperren, Ampelsteuerungen.
"Wien braucht eine linke Opposition zu Rot-Grün, um eine gerechtere Stadt zu werden."
Es war - wie erwartet, befürchtet, prognostiziert - ein Kraftakt, denn in einem komplizierten Procedere 3.000 amtlich zu beglaubigende Unterstützungserklärungen aufzubringen, ist nicht einfach. Dass es gelungen ist, war guter Vorbereitung und Planung geschuldet, dem unermüdlichem Einsatz vieler Aktivisten und Aktivistinnen (auch und insbesondere aus den Reihen von LINKS) und natürlich der Tatsache, dass viele, viele Menschen sich eine Kandidatur links von SPÖ und Grünen am Stimmzettel wünschen.








