Abhörskandal erschüttert USA
- Saturday, 8. March 2008 @ 11:04
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"Was haben die Skurilitäten des Urheberrechts mit Kommunismus zu tun" fragte ein Poster in einem Online Forum als Reaktion auf die KPÖ Initiative PiratInnenpartei. Die KPÖ ist seit Jahren im Kampf gegen diese "Skurilitäten" aktiv. Doch sehen wir es nicht als "Skurilitäten" sondern die laufenden Verschärfungen in Urheberrechts und Patentrechten sind im Kapitalismus systemimmanent. Der neoliberale Kapitalismus macht Alles und Jedes zur Ware. Selbst Dinge wie Wissen und Information, die praktisch ohne Kosten vervielfältigbar sind und so allen Menschen zu Gute kommen könnten. Dazu einige Gedanken aus dem Dot.Communist Manifesto von Eben Moglen, Professor für Recht und Geschichte der Columbia University und Ehrenamtlicher Anwalt und Rechtsberater der Free Software Foundation.
Die ORF-GIS verlangt neuerdings auch von Inhabern eines Breitbandanschlusses
Rundfunkgebühren. Es wird argumentiert, ein Computer mit Internet sei ein
Rundfunkempfangsgerät. Privatpersonen, die Internet nutzen, aber zB nur
Radio und keinen Fernseher haben, müssen tief in die Tasche greifen. Auch in
Organisatione sollen für jeweils 10 Computer eine Rundfunkgebühr bezahlen
(Je nach Bundeland 17.18 bis 21,88 Euro/Monat). Damit steigen die laufenden
Kosten für Breitbandzugänge sprunghaft an.
Kaum eine Woche nachdem die große Koalition im EU-Parlament (PSE,EPP) die totale Überwachung aller Telefon und Internet Verbindungsdaten und deren langjährige Speicherung auf "Vorrat" beschlossen hat meldeten auch die USA ihre Begehrlichkeiten auf den Zugriff auf diese Datenberge an. Wie jetzt bekannt wurde (Siehe: slashdot , euobserver
und futurezone) soll es dazu am 2. und 3. März in Wien ein hochrangig besetztes informelles Geheimtreffen gegeben haben.
Was im Falle einer großsen (schwar-roten) Koalition ins Haus steht wird uns momentan in Deutschland vor geführt. Beim Tag des so genannten "Geistigen Eigentums" kündigte die Justizministerin Brigitte Zypriss (SPD) an, den Schutz geistigen Eigentums zum Schwerpunkt der EU-Ratspräsidentschaft machen zu wollen, die Deutschland im ersten Halbjahr 2007 zufällt. Auch ihre christlich demokratischen Kollegen kämpfen wacker für die Interessen der Konzerne. Um so etwas in Österreich in Zukunft zu verhinden: im Herbst 2006 => KPÖ ins Parlament!
Mehr dazu auf heise.de
Was Microsoft aber wirklich gefährlich wird ist nicht die Allianz von Unternehmen sondern Freie Software die in diesem Bereich das Privateigentum an Information aufhebt und damit die Existenzbedinungen überholter kommerzieller Software untergräbt. Mehr dazu HIER
Das Jahr 2005 war im IT-Politischen Bereich vorallem durch 3 Themen geprägt.
Der Ausbau des Überwachungsstaates
durch die im EU-Parlament beschlossenen Data
Retention (Vorratsdatenspeicherung) Direktive, durch den Historische
Sieg im Kampf
gegen Software Patente und dem WSIS
(World Summit on the Information Society).
KPÖ kritisiert Vorratsdatenspeicherung von Internet und TelefonVoraussichtlich am 12. oder 13. Dezember wird das Europäische Parlament in erster Lesung über die Direktive über die "Vorratsdatenspeicherung" (Data Retention) entscheiden. Dabei geht es um die Speicherung von Internet- und Telefonverbindungsdaten "auf Vorrat", also für einen längeren Zeitraum von mindestens sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Ursprünglich wünschten sich die EU-Kommission bis zu vier und der Ministerrat etwa drei Jahre.
Heute Abend, am 25. Oktober werden im Wiener
Rabenhof Theater zum siebenten mal die Big Brother Awards verliehen. In einer Zeit in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden ist mit einer Zuhname von sozialen Konflikten zu rechnen. Die bürgerliche Gesellschaft wappnet sich dafür mit einem starken Ausbau von Repression und Überwachungsmassnahmen.
Gemeinsam mit dem Unterrichtsministerium hat die Musikindustrie einen
so genannten "Urheberrechtskoffer" mit Materialien zum Thema "Geistiges
Eigentum" für den Unterricht in Österreichs Schulen zusammengestellt. Der
Koffer kommt inklusive DVD und Brettspiel mit denen unsere Kleinsten unter
dem Motto "Ideen sind etwas wert" über "widerrechtliche Kopieren, Downloads
aus dem Netz und den Schutz von Urheberrechten" "aufgeklärt" werden
sollen.Die schriftlichen Materialien können auch per download bezogen werden. Mit extrem einseitigen Darstellungen wird den Schülern erklärt wie "wichtig Distribution von Musik für unser Wirtschaft ist". Was nicht erklärt wird ist, dass diese Distribution keinerlei Nutzen mehr erfüllt weil der Musiktausch per Netz viel praktischer ist. Ebenfalls nicht erklärt wird, dass die Künstler am Preis einer CD nur wenige Cents verdienen und dass die Macht der Medienkonzerne eine Gefahr für die Demokratie darstellt. Die KPÖ ist für die schrittweise aber rasche Abschaffung aller so genannten "Geistigen Eigentumsrechte", eine pauschale Abgeltung von KünstlerInnen um sie vom Zwang der Kommerzialisierung ihre Werke zu befreien und eine Grundsicherung und radikale Verkürzung der unfreien Arbeitszeit, damit alle Menschen die Möglichkeit haben sich künstlerisch zu betätigen. (mond)
"Das Zeitalter der Geldökonomie geht zuende." so lautet eine der
provokanten Thesen von Georg Franck, Author des Buches "Ökonomie der
Aufmerksamkeit". Franck sieht in "Aufmerksamkeit" die neue Währung.
Wenngleich die sprachliche Analogie die Franck zur traditioneller
Geldökonomie zieht zu eher unschönen sprachlichen Schöpfungen und Bildern
führen, so ist eröffnet seine Analyse doch ein interessanter Blickwinkel auf
die Wissens- und Informationsgesellschaft. "Wissenschaft als die heute
wichtigste Produktivkraft" ist auch ein der zentralen Thesen die hinter den
Forderungen des KPÖ-IT Folders stehen.
Nicht zuletzt auch für die Fragestellung, wie das Modell der Produktion
Freier Software auf andere Produktionsbereiche übertragen werden kann,
ergeben sich aus Francks Thesen interessante Überlegungen. Die Forderung
nach einem "Mindesteinkommen an Aufmerksamkeit" übersetzt sogar noch linke
Forderungen in die Sprache der "Aufmerksamkeitsökonomie".Telepolis Artikel von Georg Franck: Aufmerksamkeit - Die neue Währung
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