Lobautunnel: Können so viele Befürworter irren?
- Wednesday, 29. March 2017 @ 09:36
Seit vielen Jahren wird über einen Autobahnring rund um Wien nachgedacht und debattiert. Die gegenwärtigen Planungen sehen dazu einen Tunnel durch die Lobau, welche Teil des Nationalparks Donau-Auen ist, vor.Befürwortet wird das Projekt (selbst die Asfinag prognostiziert Baukosten von rund 2 Milliarden Euro) von SPÖ und Arbeiterkammer und natürlich auch von der ÖVP, der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung und der FPÖ. Immer wieder vorgebracht wird ein Argument, welches seit Zwentendorf und Hainburg bekannt ist - es würden, so die Befürworter, neue Jobs geschaffen.*
KritikerInnen (viele NGOs und Bürger-Initiativen, aber auch die KPÖ) verweisen auf die Klimaschutzziele, zu welchen sich auch Österreich zuletzt in den Pariser Verträgen verpflichtet hat, und auf viele Studien, die zeigen, dass Autobahnen einzig und allein weiteren Individualverkehr produzieren und der Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene entgegen wirken. Infos zum Thema z.B. unter http://www.lobau.org/
Und noch ein kurzer Satz um Argument der Arbeitsplätze: Nicht alles was machbar ist, ist sinnvoll. Die Waffenindustrie, um ein Beispiel zu nennen, schafft zwar auch Arbeitsplätze, nichtsdestotrotz ist die KPÖ der Meinung, dass auf solche Arbeitsplätze getrost verzichtet werden kann.
* http://www.ots.at/presseaussendung/OT...nauquerung



