ÖBB: Wie ein Finanzdesaster zum Erfolg uminterpretiert wird
- Saturday, 16. January 2010 @ 20:38
2005 haben die Verantwortlichen der ÖBB beschlossen, hoch riskante
Finanzgeschäfte zu tätigen. Unter anderem als Folge der Finanzkrise waren die ÖBB
dann 2008 genötigt, umfangreiche Rückstellungen zu tätigen, um sich
vor Verlusten aus den dubiosen Geschäften, bei einem Totalausfall
wären 612,9 Mio. Euro verloren gegangen, abzusichern.Nun ist es der ÖBB offenbar gelungen aus der "Veranlagung" auszusteigen - der Verlust wird "nur" 295 Mio. Euro betragen.
Die Kommunikationsabteilung der ÖBB: "Die ÖBB haben mit der Auflösung eine Marktchance genutzt und eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung im Interesse des Unternehmens getroffen. Es wurden drohende Verluste abgewendet und zukünftige Risiken ausgeschaltet." Und zudem - so wird mitgeteilt - hätten Management und Aufsichtsrat Maßnahmen getroffen, die ausschließen, "dass es in Zukunft zu derartigen Vertragsabschlüssen und damit Belastungen für die ÖBB kommt".
Bleibt zu hoffen, dass Management, Aufsichtsrat und PR-Abteilung der ÖBB sich in ein paar Wochen an ihre Worte noch erinnern können.



