Attac: Finanztransaktionssteuer Beschluss existiert seit 2006!
- Thursday, 10. September 2009 @ 11:26
Schon 10 Jahre vor Ausbruch der Finanzkrise warnte Attac vor den Gefahren liberalisierter Finanzmärkte. Die Finanztransaktionssteuer, ist heute common sense. Ohne zusätzliche Maßnahmen greift sie jedoch angesichts der enormen Probleme auf den Finanzmärkten viel zu kurz. Die Finanzkrise erfordert eine viel umfassendere Neugestaltung des Finanzsektors. Die bisherigen Debatten auf internationaler Ebene zeigen, dass die richtigen Lehren aus der Finanzkrise nicht gezogen werden.
Zentrale Forderungen von Attac zur Neuregulierung der Finanzmärkte
1. Reform der internationalen Zusammenarbeit und Institutionen:
• Globale Währungskooperation nach Keynes
• Kapitalverkehrskontrollen und Schließung von Steueroasen
• EU-weite Finanzmarktaufsicht
2. Neuregulierung der Akteure und Produkte
• Genehmigungspflicht für Derivate
• EU-weit einheitliche Regulierung von Fonds
• Aufbau demokratischer Banken
3. Stabilisierung und Besteuerung
• Einkommen aus Arbeit und Kapital gleich hoch besteuern
• Finanztransaktionssteuer (zumindest EU-weit)
• Vermögenssteuer auf reichsten 10 Prozent und globale „High Net Worth Individuals“
Buchtipps:
Attac (Hrsg.) Crash statt Cash - Warum wir die globalen Finanzmärkte
bändigen müssen, ÖGB-Verlag, 2008, ISBN: 978-3-7035-1348-0,
Cornelia Staritz/Attac: Tobinsteuer - „Sand ins Getriebe“ der Finanzmärkte
und Einnahmen für Entwicklung, ÖGB-Verlag, 2007, ISBN 978-3-7035-1290-2
Beitrag wurde publiziert im Attac-Info Newsletter Nr. 36-37/09



