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Die “Lernstatt” in der Triesterstraße ist gestorben und geschlossen

  • Tuesday, 21. August 2007 @ 14:32
Wien-Politik Die „Lernstatt“ in der Triesterstraße 114 besteht seit 1989. Unter verschiedenen Trägervereinen (Jugendzentren, WAFF, WUK) waren bis vor wenigen Monaten noch in diesem Haus an die 100 Jugendliche in Lehrausbildungs- und Berufsorientierungsmaßnahmen untergebracht. Seit Ende der 80er Jahre wurde dort aktive Arbeitsmarktpolitik gefördert und gemacht. Allein 800 Mädchen besuchten seit Bestehen des Hauses die einjährigen Kursmaßnahmen, die Mädchen auf technische und handwerkliche Berufe vorbereiteten und junge Migrantinnen förderten.
Seit 1.1.07 sind die Ausbildungsprojekte des WUK für TischlerInnen, MalerInnen, MaurerInnen geschlossen und nicht mehr im Haus. Im Sommer wurde das letzte Mädchenprojekt MATADITA “abgewickelt”. Jetzt steht das Haus leer.

Was ist mit dem Haus geplant? Was plant die Gemeinde Wien mit dem Haus? Schaut der Bezirk zu, wie diese Institution eingeht? Das Haus steht übrigens unter Denkmalschutz. Obwohl die seinerzeitigen Projekte an die Gemeinde Wien Miete gezahlt und die Jugendlichen selbst das Haus instand gehalten und grundrenoviert haben, besteht nun die Gefahr, daß diese Ausbildungsstätte dem Bezirk verloren geht.

Wie steht es um die Zukunft der Arbeitsmarktpolitik und gezielten Förderung für Mädchen in nicht-traditionellen Berufen und für jungen Migrantinnen?

KPÖ-Bezirkssprecher Mag. Michael Graber wandte sich deshalb mit diesen Fragen mit einem Brief an die Bezirksvorsteherin. Die Antwort liegt nun vor.

Auch die Bezirksvorsteherin weiß nichts. Sie verweist nur auf die Zuständigkeit des Bundes für die Arbeitsmarktprojekte bzw. auf die Zuständigkeit der Stadt Wien für die Förderungen.

Damit sind Spekulationen, was mit der ehemaligen “Lernstatt” und dem Haus Triesterstraße 114 - dem letzten Rest der ehemaligen Ziegelfabriken am Wienerberg - geschieht, Tür und Tor geöffnet.