Armut in Wien - Wie die SPÖ Tatsachen verdreht
- Saturday, 12. May 2007 @ 10:24
Unerwähnt bleibt, dass - auch laut neuesten Zahlen - Wien mit einer Armutsgefährdung von 12,7% (204 000) über dem österreichweiten Durchschnittswert von 12,3 % liegt. Unerwähnt bleibt, dass die Zahl der SozialhilfebezieherInnen in Wien - laut inoffiziellen Angaben, offizielle Zahlen sind ein "Staatsgeheimnis" - gegenwärtig bei rund 85.000 liegt und sich damit seit dem Jahr 2000 verdoppelt hat.
Alleinstehende SozialhilfebezieherInnen erhalten künftig im rosa-rot regierten Wien maximal 724 Euro - bestehend aus 427 Euro Sozialhilfe, plus maximal 256 Euro Mietbeihilfe, plus 41 Euro Heizbeihilfe.
Dass eine Steigerung um 144 Euro mehr im Jahr (oder 12,- Euro pro Monat) gegenüber 2006 etwas lächerlich ist, fällt Frau Klicka nicht auf. Ebenso wenig fällt der SP-Politikerin auf, dass durch die Erhöhung der Sozialhilfe "um 1,6 Prozent" die Inflationsrate nicht abgedeckt ist.
Und dass Bürgermeister Häupl und die SPÖ-Rathausmehrheit in den letzten Monaten eine Tarif-Erhöhungslawine losgetreten haben, die vor allem die sozial Schwachen massiv belastet, hat die SPÖ-Politikerin offenbar auch verschlafen - oder war sie nur auf Urlaub auf den Malediven oder in Australien?
Die Tariferhöhungen im Detail
Kostete eine Öffi-Einzelfahrschein vor 2002 noch 1,30 Euro, so wird es schon bald - ab 1. Juni - 1,70 kosten. Eine Erhöhung der Tarife um 30 % in nur 5 Jahren.
· Gaspreis: +17%
· Strompreis: +5%
· Müllabfuhr: +20%
· Parkscheine: +50%
· Parkpickerl: +30%
· Energieabgabe: +37%
· Jahreskarte Wiener Bäder: +29%
· Abwasserentsorgung: +28%



