IV-Propaganda gegen Reichensteuer ignoriert die Fakten

Tuesday, 22. November 2011 @ 10:40

Die Industrie stellt sich klar gegen neue oder erhöhte Steuern - so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer [*1] kürzlich, denn sogenannte "Vermögens- oder Reichensteuern" seien, so Neumayer, allein mangels möglichem Aufkommen rechnerisch kaum darstellbar.

Dazu Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Neumayer will mit seiner Propaganda den Menschen und JournalistInnen Sand in die Augen streuen, denn Tatsache ist, dass eine Vermögenssteuer - selbst bei einem Freibetrag von rund 1 Million Euro - laut Berechnungnen der AK-Oberösterreich (siehe auch Grafik) rund 5 Milliarden Euro pro Jahr bringen würde[*2] , wobei vor allem die Superreichen zur Kasse gebeten würden."

Im Modell der AK-OÖ, welches gestaffelte Steuersätze vorsieht, würde der Höchststeuersatz von 1,5 Prozent erst ab 2 (bzw. 3) Millionen Euro beginnen. Selbst bei versuchtem Steuerbetrug – etwa durch nicht gemeldete (Finanz-)Vermögen im Inland oder den Finanzbehörden verheimlichtes Vermögen im Ausland – rechnet die AK mit einem Steueraufkommen von rund 3 Milliarden Euro.

Zach: "Die KPÖ fordert bereits seit 2006 eine Sondersteuer von 5 Prozent auf Vermögen von mehr als einer Million Euro[*3] , zweckgebunden für Existenzsicherung und Armutsbekämpfung." Zudem, so Zach, "sind die Steuerprivilegien von Privatstiftungen abzuschaffen und auch die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe ist endlich in Angriff zu nehmen."


KPÖ Wien - IV-Propaganda gegen Reichensteuer ignoriert die Fakten
https://wien.kpoe.at/article.php/20111121164046942

[*1] http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111120_OTS0018/industrie-schuldenbremse-nicht-als-traegerrakete-fuer-neue-belastungen-missbrauchen
[*2] http://www.arbeiterkammer.com/bilder/d155/B_2011_Vermoegenssteuer_NEU.pdf
[*3] http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20060711_OTS0126/kpoe-startet-buergerinnen-initiative-euro-millionenvermoegen-besteuern