Ökoprämie statt Schrottprämie

Saturday, 24. January 2009 @ 12:21

"Die Verschrottungsprämie der Regierung ist Schrott. Weder wirtschafts- noch umweltpolitisch macht diese Prämie, die über 20 Millionen Euro an Steuergeld kosten wird, Sinn", so KPÖ-Landssprecher Didi Zach.

Selbige Meinung vertritt auch der VCÖ-Experte Blum: Die „Verschrottungsprämie sichert weder nachhaltig Arbeitsplätze noch trägt sie zum Klimaschutz bei. Und wenn man all die negativen Nebenwirkungen berücksichtigt, dann sieht man, dass die Verschrottungsprämie selbst schrottreif ist“.

Wirtschaftsminister Mitterlehner, Umweltminister Berlakovich und Bundeskanzler Faymann kümmern sich aber einen Dreck um die Fülle der Kritikpunkte, die da sind:

  • der Nutzen für die österreichische Konjunktur ist sehr zweifelhaft, nachdem sieben der zehn beliebtesten Autos in Österreich vom deutschen VW-Konzern produziert werden, worauf Greenpeace und der VCÖ hinweisen.
  • Gleichzeitig ignoriert die Regierung, dass in Österreich der Öffentliche Verkehr mit Zulieferindustrie rund 170.000 Arbeitsplätze schafft und Schienenfahrzeuge zu 100 Prozent in Österreich hergestellt werden.
  • Die Millionen Euro für die Schrottprämie könnten zur Förderung von mehr Pendlerzügen oder in die Forschung investiert werden.
  • Da für die Schrottprämien-Förderung kein CO2-Grenzwert festgeschrieben ist, wird der Absatz von Spritfressern ohne jede Verbrauchs- und Verschmutzungsobergrenze mit Steuergeld angekurbelt.
  • Auch der Kauf von Fahrzeugen des Emmissionsstandards Euro-4, die ab September nicht einmal mehr typisiert werden, wird belohnt.
  • Öffi-BenutzerInnen und RadfahrerInnen werden benachteiligt.

    Infos zur VCÖ-Initiative "Öko-Prämie jetzt[*1]


  • KPÖ Wien - Ökoprämie statt Schrottprämie
    https://wien.kpoe.at/article.php/20090125122101352

    [*1] http://www.vcoe.at