Thursday, 21. August 2008 @ 11:30
77 Euro pro Monat an Mehrausgaben - allein für Energie - sind die Folgen der hohen Inflation, wie die Wiener Gratiszeitung "Heute" berichtet. Für Heizöl ist pro Monat im Jahresvergleich um 55 Euro mehr zu zahlen. Und im Herbst, so alle Prognosen, wird auch Gas und Strom teurer.[*1] Gebührenerhöhungen, so Zach, dies ist allseits bekannt, "belasten vor allem kleine und mittlere Einkommen überproportional. Für Erwerbslose, AlleinerzieherInnen, Mehrkinderfamilien und PensionistInnen stellen Preisexplosionen bei lebensnotwendigen Gütern nicht selten existenzielle Gefährdungen dar."
Wichtig ist zu wissen, dass die Wiener Stadtwerke im Mai bei der Jahresbilanz-Pressekonferenz auf einen Rekordgewinn verweisen haben - womit auch die Beteuerungen der alleinregierenden SPÖ-Wien, dass Kostenbelastung für die Menschen in dieser Stadt aufgrund "betriebswirtschaftlicher Überlegungen" notwendig wären, sich in Schall und Rauch auflösen.
Die KPÖ-Wien fordert angesichts der alarmierenden sozialpolitischen Situation ein "Einfrieren der Tarife und Gebühren auf dem Status Quo". Dies ist, so Zach, angesichts der Rekordbilanz der Wiener Stadtwerke und angesichts der steigenden Inflation möglich, notwendig und sinnvoll. Da Wien-Energie zu 100% im Eigentum der Gemeinde Wien steht braucht es nur den politischen Willen der SPÖ-Rathausmehrheit.
Infos zum Energiegrundsicherungskonzept der KPÖ[*2]
Übrigens: Wien-Energie erzielte 2007 einen Rekordgewinn von 89 Mio. Euro.