Sunday, 26. August 2007 @ 12:40
Zeitgleich mit der bescheidenen Anhebung wurde auch beschlossen, dass der Mietenselbstbehalt für DauerleistungsbezieherInnen ab September 2007 93 € betragen wird, während er bislang nur 68 € betrug. In anderen Worten: Wer Sozialhilfe bezieht, muss fortan 300 € Mietkosten jährlich mehr aus der eigenen Tasche bezahlen.
Die Tatsache, dass die Belastung über die Anhebung des Mietenselbstbehaltes höher ist als der finanzielle Gewinn durch die oben erwähnte Richtsatzerhöhung, lässt nur ein Urteil zu: Hier wird perfider Sozialabbau zu Lasten einer ohnehin schon armen Bevölkerungsgruppe gemacht.
Perfid ist dieser Rot-grüne-blaue-Sozialabbau deshalb, weil der höhere Mietenselbstbehalt später in Kraft tritt als die angehobenen Richtsätze. So ließen sich feine Pressetexte formulieren und die bittere Wahrheit kaschieren, dass künftig viele Menschen, die von der Sozialhilfe abhängig sind, in Summe weniger Geld zur Verfügung haben werden.