"Warum, Herr Bürgermeister Häupl, ist in Wien unmöglich, was in Linz bereits Realität ist?"

Monday, 4. June 2007 @ 13:23

Seit 1. Juni ist die saftige Erhöhung der Tarife bei den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien in Kraft. Eine Monatskarte kostet nun 49,50 Euro. Ein Einzelfahrschein der Wiener Linien wurde innerhalb von 5 Jahren gar um 30% teurer - gleichzeitig betrug die Inflationsrate im selben Zeitraum nicht einmal 10 Prozent.

Andere Wege geht die Stadt Linz - kürzlich wurde das 10-Euro-Ticket eingeführt: Wer über weniger als 1000 Euro netto im Monat verfügt, kann mit diesem Ticket einen Monat lang sämtliche öffentlichen Linien in Linz um 10 Euro nutzen. "Die rasante Erhöhung der Tarife der öffentlichen Verkehrsmittel im rosa-roten Wien ist für zehntausende Menschen eine Katastrophe, denn rund 15 % der Menschen in Wien sind arm oder armutsgefährdet, rund 80.000 Menschen, so wird vermutet, leben von der Sozialhilfe. Warum, Herr Bürgermeister Häupl, ist in Wien unmöglich, was in Linz bereits Realität ist?", fragt KPÖ-Landessprecher Didi Zach.

Als Abzocke bezeichnet Zach auch die Fahrpreiserhöhungen im Verkehrsverbund Ost-Region. Laut einer Studie der "Gesellschaft für Verkehrswesen" (auf welche die Grünen aufmerksam machen) ist eine VOR - Jahreskarte für "4 Außenzonen inkl. Kernzone Wien" um sagenhafte 289 Prozent seit 1991 gestiegen. 1991 kostete diese Jahreskarte 311 Euro, heute kostet sie 900 Euro.


KPÖ Wien - "Warum, Herr Bürgermeister Häupl, ist in Wien unmöglich, was in Linz bereits Realität ist?"
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