Wednesday, 19. October 2005 @ 12:50
Diese Frage wurde mir von Passanten und
auch von Bekannten gestellt, als ich
Flugblätter der KPÖ verteilte. Schon
beim Volksstimmen-Fest haben mir
Besucherinnen diese Frage gestellt, als
ich die Wahlkampffolder verteilt habe.
Ich bin nämlich 90 Jahre alt. Was treibt
mich in meinem Alter dazu für die
KPÖ aktiv zu sein – ja für die KPÖ zu
kandidieren? Es ist meine Überzeugung, dass wir,
das Arbeitervolk – vom Hilfsarbeiter
bis zum Universitätsprofessor, von der
Mindest-Pensionistin bis zum Kleingewerbetreibenden
– zusammenstehen
müssen um die Welt zu verändern, zu
verbessern. Als Lehrling, als Jungarbeiter in der Zeit der Dollfuß- Diktatur und nach den Ereignissen des 12. Februar 1934 fand ich eine Gruppe von Menschen, nämlich die KPÖ, die sich der Befreiung der Menschheit von Unterdrückung und Elend, die der Kapitalismus erzeugt, zum Ziel gesetzt hatte. Von 1929 bis zum Februar 1934 wird ich Bildungsreferent in der Bezirksleitung der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und ein politischer Schüler Bruno Kreikys.
Tausende KommunistInnen vor allem junge, haben ihr Leben im Kampf gegn den Faschismus gegeben. Sie wurden in Gefängnissen oder in Konzentrationslagern gequält, und nicht wenige wurden hingerichtet. Nach 1945 hat sich die KPÖ immer wieder für die politischen und sozialen Rechte der Bevölkerung eingesetzt. Ich kandidiere auf der Bezirksliste der KPÖ aus Solidarität mit den AktivistInnen der Organisation im Dritten, wo ich Mitglied bin. Sie lassen sich nicht beirren in Ihrem Engagement für eine gerechte und friedvolle Welt.
Meiner Meinung nach muss jede Generation für die eigenen Interessen eintreten. Als Vater, Großvater und auch Urgroßvater will ich verhindern, dass meine Nachkommen unter dem Diktat der EU-Regierung leben müssen oder sogar der Gefahr eines Krieges ausgesetzt sind.
Wilhelm Kroupa